

Membran der Schwäche
Im Rahmen der Tagung: »JENSEITS DER STÄRKE. IMAGINARIEN SCHWACHER KRÄFTE IN KUNST, LITERATUR UND WISSENSCHAFT«
Wo:
Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg und
Kolleg, Gorch-Fock-Wall 3, 20354 Hamburg
Wann:
4.–6. Juni 2026
Membran der Schwäche
Meine Arbeit untersucht Oberflächen – die Haut des Menschen, menschliche Beziehungen. Mich interessiert die Schnittstelle von Außen und Innen, Aktion und Reaktion: der Kipppunkt zwischen Halten und Loslassen, zwischen Spannung und Erschlaffung.
Die Feinstrumpfhose – schwach, flexibel – zeigt beide Zustände: gespannt und zusammengefallen. Ich setze sie in Spannung mit hartem Material – Beton, Glas, Draht. Ich zeige den Zwischenstand dieser Begegnung. Die Stelle des Aufeinanderprallens – weder das eine noch das andere, sondern der Moment dazwischen.
Meine Werke sind Zwischenstände. Keine abgeschlossenen Aussagen, sondern aufgeladene Pausen – eine Atempause zwischen zwei Zuständen. Still, aber in Bewegung.
Ich bestimme die Porosität – durch Material, Form, Zustand. Was hindurchgeht, bleibt offen. Schwäche erscheint so als Schwelle: als Bedingung von Bewegung, als Möglichkeitsraum, als eigenständige Wirkmächtigkeit